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CHILE











Chile - Einführung

Das Land, in welchem man meint, die Welt sei zu Ende..

Einer Sage nach entstand Chile, als Gott, als er die Welt schuf, noch eine Handvoll völlig verschiedener Naturwundern übrig hatte. Er überlegte sich, wo er diese Landschaften auf der Welt noch platzieren sollte und entschied sich für den westlichsten Streifen hinter dem letzten grossen Gebirge. Dort wo wir heute Chile finden. Tatsächlich schlängelt sich dieses Land im Westen von Südamerika, eingenistet zwischen den Anden und dem Pazifik, etwa 4'300 km in Richtung Norden. Insgesamt entspricht diese Länge 38 Breitengraden, was dann im Vergleich die Strecke von Norwegen bis zur Sahara-Wüste wäre. Auf der Breite erstreckt sich Chile im Durchschnitt von 80 km bis etwa 180 km.

Kaum ein anderes Land vereint solch verschiedene Gegensätze, welche sich von Wüsten und Regenwälder über Steppen, Vulkane und reissende Flüsse bis hin zu Gletschern im Hochgebirge sowie türkisfarbene Seen und heisse Quellen ziehen. Beim durchreisen von Chile trifft man wahrhaftig auf antarktisches im Süden, mediterranes in der Mitte und wüstenhaftes Klima im Norden.

Chiles Nachbarn im Norden und Nordosten sind Bolivien und Peru. Auf dieser Höhe haben die Anden ihre grösste Ausdehnung und bilden viele grosse Plateaus. Der höchste Berg von Chile, der sogenannte Ojos del Salado, ist hier zu finden. Er hat eine Höhe von 6.880 m. Diese Region, am obersten Zipfel, ist ausserdem gekennzeichnet von der eindrucksvollen Landschaft der Atacama-Wüste. Eine Wüste, die reich an Bodenschätzen wie Kupfer und Salpeter ist und endlos erscheint, aber trotz der spärlich bewachsener Fläche, einen einzigartigen Eindruck hinterlässt und auf jeden Fall ein Erlebnis wert ist. Felsformationen, Kakteenhügel, Sanddünen Salzseen und Geysire sind umgeben von Flamingos, Lamas und Alpakas.

Die Atacama-Wüste gehört zu der trockensten Region der Welt, da hier zum Teil jahrelang kein Niederschlag fällt. Ausgangspunkt für das Abenteuer in der Wüste ist die bezaubernde Oasenstadt San Pedro de Atacama. Eine gute Infrastruktur und schöne Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel das archäologische Museum machen dieses Städtchen und ihre Umgebung aus. Eine Tour durch das Mond-Tal (Valle de la Luna) sollte auf keinen Fall fehlen. Vor allem während dem Sonnenuntergang ist das Zusammenspiel der Farben zwischen Wüste und bizarrer Mondlandschaft eine Faszination und bietet ausserdem eine wunderschöne Aussicht auf die Atacama-Wüste.

Das Zentrum Chiles besteht aus einem langgestreckten Tal, das sich über 1000 km von Norden nach Süden ausdehnt. Da in dieser Region die grössten Städte Chiles wie Santiago, Valparaiso und Viña del Mar liegen, besteht hier die grösste Bevölkerungsdichte des Landes. Schon allein in der Hauptstadt Santiago wohnen ca. 40% der Bevölkerung. Die Millionenstadt, mit perfekter Lage am Fusse der Anden und in der nähe der Küste, ist das wirtschaftliche und politische Zentrum des Landes und das bekommt man auch zu spüren. Hektik, Smog und Lärm sind alltäglich und können dazu führen, dass man sich nicht genug Zeit für die spannenden Seiten dieser Stadt nimmt. Neben der renovierten, wunderschönen Altstadt Plaza de Armas sollte man auch den Hügel San Cristobal besuchen, von wo man bei klarer Sicht eine atemberaubende Aussicht auf Santiago hat.

Das fruchtbare Zentraltal ist zugleich eine wichtige Region für die traditionelle Landwirtschaft, den angesehenen Weinanbau und die Pferdezucht. Die chilenischen Cowboys, die Huasos, leben hier und widmen sich unter anderem auch den Rodeos (Pferdeshows). Weinkenner können ihrem Gaumen eine Freude bereiten und Sport- und Wanderbegeisterte ihren Hobbys mit einer einzigartigen Kulisse nachgehen.

Mitten im Pazifischen Ozean, rund 3500 km weit entfernt von der chilenischen Küste, befindet sich die Osterinsel, von den knapp 3'700 Einheimischen wird sie Rapa Nui genannt. Die zum UNSECO-Welterbe gehörende Insel ist rund 163 km2 gross und gehört politisch zum Staat Chile. Die Insel ist berühmt für die bis zu 6 Meter hohen Steinstatuten, die Moai. Sie sind auf der ganzen Osterinsel verteilt und drehen dem Meer ihren Rücken zu. Deren Ursprung ist bis heute ein Rätsel. Aber nicht nur die geheimnisvollen Moai, auch die besondere Bevölkerung mit polynesischem Einfluss der Musik und Sprache sowie die wahrhaftig exotische Flora, sorgen für eine mystische und magische Atmosphäre auf Rapa Nui.

Zurück in Chiles Seenregion, trifft man hie und da immer wieder auf Ähnlichkeiten mit der Schweiz. Grüne Landschaften, schneebedeckte Bergen und die Seen erinnern eindeutig an unser gewohntes Landschaftsbild. Beim Auftreten der ersten Vulkane, deren Kegel sich in blaugrünen Bergseen widerspiegeln, kann man dann aber doch klar den Unterschied sehen. Ausgangspunkte für das Seengebiet sind die Städte Temuco und Puerto Montt. Allerdings sind die sehenswerten Aspekte der Region nicht in den Städten zu finden. Ausflüge auf die Insel Chiloé, welche wegen der üppigen grünen Natur etwas an Irland erinnert, sollte man nicht verpassen. Eine idyllische und warme Atmosphäre mit einer speziellen Küche, die sich vor allem auf lecker zubereitete Meeresfrüchte konzentriert, und die rund 150 Holzhäusern und Kapellen, trifft man auf der Insel an.

Manche sagen, dass der Schönste Ort der Welt, wo man auf ein menschenleeres riesiges Gebiet stösst, in Patagonien sei. So heisst der südliche Zipfel Amerikas, der sich auf beiden Seiten der Anden-Kordillere zieht. Ob es die seltsame Endlosigkeit, das ewige Eis oder die unberührte und unbesiedelte Natur ist, sei dahingestellt. Tatsache ist, das diese Region ihren ganz eigenen Charakter hat und nicht in Worte zu fassen ist. Wenn das wunderliche Sonnenlicht in der wilden Landschaft auftaucht und eine undefinierbare zeitlose Atmosphäre hervorruft, wird sich manch einer fragen, ob das wirklich auf der selben Erde stattfindet. Die Carretera Austral ist eine Schotterstrasse, welche vom nördlichen Patagonien, dem dichten Dschungel, nach Süden führt, vorbei an den verschlungenen Fjorden und Seen in die immer mehr kontrastreiche Landschaft von Patagonien. Ein absolutes Highlight von Chile ist der Torres del Paine Nationalpark, ein Wahrzeichen des Landes. Die faszinierenden drei Bergtürme des Nationalparks ragen in die Höhe und beeindrucken mit ihrer Statur. Um diesen Park zu erkunden eignet sich die südlichste Stadt Chiles, Punta Arenas. Andere Ausflüge zur Antarktis oder dem Feuerland starten ebenfalls hier.

Was man in Chile, alles sehen und erleben kann ist faszinierend und grenzenlos. Deshalb sollte auch diese Reise gut vorbereitet werden um das Maximum dieser Destination zu erleben. Gerne beraten und helfen wir bei der Gestaltung einer individuellen oder geführten Tour durch das Land der vier verschiedenen Welten.

Offizielle Webseiten der Region

Tourismus Chile - www.visit-chile.org